Angst ist sinnlos. Die Angst an sich. Instinktive, nicht konditionierte Angst hingegen, in einer echten Gefahrensituation (bspw. bei einem vorbeifahrenden Auto) schärft die Sinne und ist notwendig um das Überleben zu sichern.
Meditation:
Ich versuche loszulassen, mich vollkommen zu entspannen, mich hinzugeben
und mein Gesicht überströmen Tränen. Ich habe Angst, die Stimmung kippt.
"Es wird etwas schlimmes passieren" rauscht es mir sofort durch den Kopf und ich bin starr vor Anspannung.
Einst war ich frei und rein, sah die Welt und staunte, erfreute mich an ihr ohne sie zu bewerten oder eine Erwartung an sie zu haben.
Ich träumte und liebte den Moment.
So viel sah und erlebte ich zum ersten Mal und ich habe mich dem Leben hingegeben,
seinen Zauber genossen bis er mir genommen wurde.
Von einer Macht gegen die ich keine Chance hatte und der ich schutzlos ausgeliefert war.
Doch nicht nur der Zauber des Moments war nun verschwunden,
auch das Vertrauen in mich und die Welt waren nicht länger bedingungslos wie zuvor.
Ich schloss daraus:
Es ist gefährlich sich hinzugeben, man muss stets auf der Hut sein und Angst haben, denn jederzeit könnte etwas unerwartet Schlimmes passieren.
Man wird plötzlich, ohne Vorwarnung, in dunkle Welten gestürzt.
"Ohne Zauber, kann auch kein Zauber zerstört werden" dachte ich mir.
Es scheint aus dieser Perspektive einfacher sich erst gar nicht Momenten, Menschen oder dem Leben hinzugeben, sie zu lieben...
- sondern sich auf die ständige Suche nach einem Anzeichen für eine mögliche Gefahr zu begeben.
Macht dies die Gefahr erträglicher, wenn sie vor der Tür steht? Kann Vorbereitung auf die Gefahr wirklich helfen? Mindert die fehlende Überraschung, der kleinere Schreck, den Schmerz? (Oder ist nicht viel mehr die Bestätigung der Erwartung verletzt zu werden der größte Schmerz überhaupt? Als gäbe es entweder nur Schmerz zu erwarten oder zu ertragen.)
Die Gefahr selbst ist unvermeidbar. Der einzige Weg ihr aus dem Weg zu gehen heißt: Dem Leben aus dem Weg gehen, um es nicht leben zu müssen und dabei die Gefahr einzugehen vielleicht verletzt oder enttäuscht zu werden.
Ich wünsche mir den Zauber zurück. Ich bin bereit dafür.
.. 'cause now it's like someone turning the music on and off...
...it's like a world without colours.. only black and white...
Ich beginne dem Zauber langsam wieder näherzukommen, zunächst nur in Träumen, nun auch in einigen Momenten und im Kontakt mit meinem Wesen, meiner ursprünglichen . . . Seele.
Ich lasse mir Zeit das Vertrauen zurückzugewinnen, der vollen Kraft des Zaubers langsam wiederzubegegnen.
Ich verspreche mir, heute, wo ich nicht mehr schutzlos,
sondern sicher in mir sowie voller Hoffnung, Liebe, Wahrheit und von meiner reinen weiblichen Urkraft erfüllt bin,
gebe ich nie wieder jemandem die Macht mein Licht zu erlöschen und mir den Zauber zu nehmen.
Und wenn ein wunderbarer Zauber einfach so, weil es die Zeit verlangt, vorübergeht,
dann ist das so.
Unbewertet werde ich es annehmen, denn nichts physisches und auch keine Energie dieser Welt können mir schaden.
Ich habe selbst die Macht Gefühle und Energien zu transzendieren. Ich kann mich von ihnen reinigen, erden und ich habe die besondere Fähigkeit mich zu transformieren.
Ich verändere mich glücklicherweise in diesem Leben immer wieder. Auf Schmerz folgt eine Transformation und die Transformation schließt die Vorbereitung auf den nächsten Zauber ein.
Der nächste Zauber wird kommen. In dieser Welt liegt so viel Zauber, man muss sich nur trauen ihn zu sehen, das Unsichtbare und Magische zu sehen und es anzunehmen!
Es gibt keine Angst, mir kann nichts passieren.
Die Kindheitserlebnisse und deren Auswirkungen auf mein Selbst, meine Überzeugungen, mein Verhalten hielten mich so lang gefesselt und fraßen mich Stück für Stück auf, stiegen wie eine Seuche in jede Zelle meines Körpers.
Es ist Schluss damit und diese Erfahrung stärkt nun sogar mein Vertrauen in die Welt, denn ich sehe und spüre: Nichts und niemand kann meinen Zauber, der tief in mir lebt, zum Verschwinden bringen. Nichts kann die Stimme der Wahrheit zum Verstummen bringen.
Der Zauber lebt immer noch! Er ist präsent und es liegt in meiner Hand ihn zu wecken.
Ich bin von nichts und niemandem abhängig. Kein Mensch und keine Erfahrung, mag sie noch so hart oder unaushaltbar erscheinen, können meinem wahren Selbst Schaden anhaben.
Nichts Physisches, außer die Schwerkraft selbst; der Boden unter meinen Füßen, hält mich auf dieser Erde fest, und das ist gut so.
Sterben müssen wir alle irgendwann.
Bis dahin wünsche ich mir noch viele wunderbare Momente des Zaubers.
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